?

Log in

 

Lehrer-Ecke

About Recent Entries

Studie zum Thema Nachhilfe von der Bertelsmannstiftung Mar. 7th, 2010 @ 09:36 am
mothwing
Etwas spät, aber ich habe erst jetzt von dieser Studie gehört (durch den ZEIT Artikel):

Ausgaben für Nachhilfe: teurer und unfairer Ausgleich für fehlende inidviduelle Förderung

"Nachhilfe gehört für viele Kinder und Jugendliche in Deutschland zum Alltag: Rund 1,1 Millionen Schüler nehmen regelmäßig bezahlten Nachhilfeunterricht in Anspruch. Insgesamt geben Eltern jährlich bis zu 1,5 Milliarden Euro dafür aus. Das geht aus einer neuen Studie der Bertelsmann Stiftung hervor, die die Bildungsforscher Klaus Klemm und Annemarie Klemm vorgelegt haben. Demnach ist Nachhilfe bereits in der Primarstufe ein zentrales Thema: Häufig wird sie in Anspruch genommen, wenn es am Ende der Grundschulzeit um die Empfehlung für die weiterführende Schule geht. Nach Meinung der Bertelsmann Stiftung steigt durch das privat-organisierte Nachhilfe-System die Chancenungerechtigkeit des Bildungssystems - Nachhilfeunterricht für ihre Kinder können sich meist nur die wohlhabenderen Eltern leisten. Internationale Beispiele zeigen, dass privat finanzierte Nachhilfe weitestgehend überflüssig ist, wenn in den Schulen gute Konzepte zur individuellen Förderung Anwendung finden."

Current Mood: indescribableindescribable

Mar. 11th, 2009 @ 04:06 pm
ninniach
Oh nein.

Ich sehe es schon wieder. Killerspiele werden es mal wieder gewesen sein - wie immer. Das muss man verstehen. Killerspiele verbieten, dazu braucht man einfach nur ein Gesetz entwerfen. Maßnahmen, die die tatsächlichen Missstände beheben, würden ja Geld kosten. Außerdem fängt man keine Wähler damit, dass man Eltern sagt, dass sie auch dafür verantwortlich sind, was ihre Kinder so an Medien konsumieren und dass es Aufgabe der Eltern wäre, ihre Kinder im Umgang damit zu begleiten. Dass die Spiele dann doch irgendwie zur Verfügung stehen würden, weiß die breite Masse ja nicht.

Man zeige mir außerdem den seriösen Experten, der

1. bestätigt, dass Killerspiele zu aggressivem Verhalten führen. (Es gibt Untersuchungen dazu, aber bislang noch keine, die das definitiv bestätigen würde. Die Probleme mit Spielen/TV liegen eher in dem Bereich, wo Kinder solche Medien (exzessiv) nutzen und dadurch versäumen, Erfahrungen mit der realen Welt zu sammeln und da auch mehr im Bereich TV.)

2. behauptet, dass reine Verbote irgendwas bringen würden.


Ich bin allerdings schon so abgestumpft, dass ich davon ausgehe, dass die Diskussion, die jetzt entsteht, darauf hinauslaufen wird. Dass jemand sinnvolle Ansätze vorschlägt und gehört wird, kann ich mir schon gar nicht mehr vorstellen. Dabei gibt es was, was man tun könnte:

- niederschwellige Angebote in der Jugendarbeit, aber statt dessen wird ein Jugendzentrum nach dem anderen geschlossen

- Schulen ausstatten mit X Sozialarbeitern pro Kind und Schulpsychologen

- kleinere Klassen, damit Lehrer ihre Schüler besser kennenlernen können; auch weniger Stunden pro Lehrer würden die Intensität der Beziehung erhöhen

- Schulen für Menschen, nicht Schulen, die irgendeinen Stoff irgendwie vermitteln und sei durch das Erzeugen von Angst.


Aber all das würde Geld kosten, das man nicht ausgeben möchte. Nicht für die Kinder. Nicht jetzt. Resozialisierungsmaßnahmen muss erst die nächste Regierung bezahlen. Ähnlich mit den Schulhäusern, die nicht renoviert werden, weil man ein Schimmelproblem hat, es rein regnet oder scheusslich aussieht, sondern als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Handwerker, damit die die Konjunktur antreiben.

Ich könnte kotzen. Und zwar genau das.

Aktion09 - Projekt zur Beförderung der politischen Teilhabe Jan. 13th, 2009 @ 09:49 pm
funky4monkey
hallo,

wer von euch kennt die engagierten Kollegen oder würde selbst folgendes Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützen?


die für 2009 anstehenden Wahlen werden von politikfernen Jugendlichen
und jungen Erwachsenen kaum zur Kenntnis genommen – sie fühlen sich
weder angesprochen noch ernst genommen und erkennen für sich keine
Möglichkeiten politischer Teilhabe und Gestaltung.

Der Fachbereich „Politikferne Zielgruppen“ der Bundeszentrale für
politische Bildung/bpb führt im kommenden Jahr ein
Jugendpartizipationsprojekt durch, das sich an Jugendliche und junge
Erwachsene v.a. aus Haupt- und Berufsschulen, berufsvorbereitenden
Schulen und aus finanzschwachen Gesellschaftsgruppen richtet.
Für die Teilnahme suchen wir Einrichtungen, die mit solchen Jugendlichen
und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren arbeiten. Drei
bis fünf Jugendliche aus einer Einrichtung erhalten die Möglichkeit, an
drei Wochenenden Workshops in den Bereichen „Persönlichkeit und soziale
Kompetenz”, „Politisches Grundwissen” und „Kommunikation” zu absolvieren.
Ziel ist, dass sie dann als MultiplikatorInnen ihre erlernten
Kompetenzen und ihr erworbenes Wissen an andere Gleichaltrige
weitergeben. Dabei ist eine Begleitung durch die betreuende Einrichtung
nötig.


Falls ihr Kontakte oder Interesse habt - ich kann gern euch eine Mail mit der genaueren Projektbeschreibung weiterleiten!

Dec. 7th, 2008 @ 09:05 pm
ninniach
Von Cornelsen gibt es für *relativ* kleines Geld die Microsoft Office 2007 Professional Version mit allem drum und dran. Leider ist das nicht ganz so bekannt. Es gibt das ganze auch für Schüler, aber bisher habe ich das nur teurer gesehen, als die Lehrerausgabe. Ich gehe davon aus, dass man damit Lehrer locken möchte, die dann ihren Schülern erzählen sollen, wie toll das ist.

Ich weiß noch nicht, ob ich es brauche oder nicht, untersuche das aber gerade mit der Testversion von Office 2007 Professional und Open Office 3.0. (Ich wäre schon längst auf Open Office umgestiegen, wenn man dort Seitenumrandungen mit Bildern machen könnte, so wie bei Word, aber leider geht das mit der 3.0 auch noch nicht.)

Dec. 1st, 2008 @ 08:32 pm
ninniach
Adventskalender von Diesterweg

Nov. 10th, 2008 @ 08:48 pm
ninniach
Fokus Schule: Lehrer nach Leistung bezahlen

Wenn ich das richtig finde, trifft der Lehrer Zielvereinbarungen mit der Schulleitung (das machen wir auch sowieso schon im Mitarbeitergespräch) und nach diesen Zielvereinbarungen entscheidet dann die Schulleitung, ob dem Lehrer ein Bonus zusteht. Klingt theoretisch so weit gut. Praktisch sieht es meiner Meinung nach anders aus, weil dieses System von vorne herein auf Ungerechtigkeit ausgelegt ist und nur mit lauter Idealisten funktioniert. Aber es gibt auf dieser Welt nicht nur Idealisten, auch leicht daran zu erkennen, dass der Kommunismus gescheitert ist (in der Theorie auch ein ganz tolles Konzept).

Deshalb würde es so laufen: An Schule X steht in der Zielvereinbarung von Herrn Schmittchen, dass er die Kartensammlung betreut, an Schule Y steht in der Zielvereinbarung von Frau Müller, dass sie in Zukunft ihre Zeugnisse pünktlich abgibt und an Schule Z steht in der Zielvereinbarung von Herrn Tutsowiesoschonalles, dass er am Schulprogramm mitarbeitet, jede Woche einen Elternsprechtag anbietet, die ganzen Blumen in der Schule gießt und sein Klassenzimmer selbst sauber hält, weil man so die Putzfrau einsparen kann. So unterschiedlich können Zielvereinbarungen aussehen. Vermutlich variieren sie dann noch von Person zu Person und es kommen die persönlichen Beziehungen ins Spiel: Herr Schmittchen hat seinen Schulleiter nach der Schule schon häufiger auf ein Bier eingeladen. Die Tochter von Frau Müller ist mit der Tochter ihrer stellvertretenden Schulleitung eng befreundet und Herr Tutsowiesoschonalles hatte schon immer Probleme mit seinem altmodischen Schulleiter, dem Herrn Tutsowiesoschonalles Methoden noch nie passten.

Ich zumindest müsste mir an meiner Schule keine Sorgen deshalb machen, weil wir eine geniale Schulleitung haben. Aber dann kommt die andere Sorge. Die Prämien werden schon an die Schulen verteilt, durch die Schulämter, auch aufgrund des Erreichens irgendwelcher Zielvereinbarungen. Und als Beispiel werden hier wieder die "Ergebnisse der letzte PISA-Studie" erwähnt. Bei uns wären das dann die Vergleichsarbeiten und egal wie sehr wir und anstrengen, die werden bei uns immer unter dem Durchschnitt liegen, weil wir einfach einen sehr hohen Anteil an Nichtmuttersprachlern haben.

Das ist mal wiede was, was toll klingt auf dem Papier, aber in der Realität nicht gerecht umsetzbar ist. Nach Leistung bezahlen klingt gut, aber wenn man das anfängt muss auch vorher schon gewährleistet sein, dass die, die mehr reinstecken, dafür auch mehr Geld bekommen. Das jetzt ist die Grundlage einer sehr soliden Vetternwirtschaft. Und dann wundert man sich drüber, dass Lehrer dieses System ablehnen und es heißt wieder, dass man nicht verglichen werden will. Vergleicht mich ruhig, aber messt mich an meiner Ausgangssituation und dem, was ich erreicht habe, nicht an irgendwelchen seltsamen Kriterien. Und bitte messt alle gleich und nicht die einen milimetergenau und die anderen nur über den Daumen gepeilt.
Current Music: U2 - hold me, thrill me, kiss me, kill me

Oct. 23rd, 2008 @ 06:20 pm
ninniach
Holt die Elite in die Klassenzimmer oder so ähnlich

Artikel im Stern.
Current Music: Starsailor - Some of Us

Elternmitarbeit in der Schule Oct. 18th, 2008 @ 10:50 pm
ninniach
Ich hatte selbst schon in einem Block eine Mutter mit in der Klasse, die hospitiert hat und bereit ist, auch weiter zu helfen, wenn benötigt. Das ist in Hessen okay, in unserem Schulprogramm verankert und gewünscht. Ich habe mir da nie große Gedanken drüber gemacht, denn ich finde das eine sinnvolle Regelung. Darunter fallen zum Beispiel "Lesemütter", die mit einer Kleingruppe lesen, so dass dann jeder häufiger drankommen kann. Darunter fällt auch Unterstützung beim Klassenausflug oder beim Plätzchenbacken oder eben auch nur das einfach mal da sein und Interesse zeigen. Solange ich sagen kann, wann es nicht passt, habe ich damit auch keine Probleme. Meine Klassenzimmertür ist offen.

Aber in manchen (Bundes-)Ländern sieht es anders aus:

Australien

ohne Police Check dürfen keine Eltern längerfristig im
Klassenzimmer mitarbeiten.
Find ich eigentlich auch ganz sinnvoll.


BaWü

Hier ist es verboten - wir dürften nicht einmal mehr Lesemütter einladen.

Aber meine Schwester lebt in Österreich und da war es sogar erwünscht, dass in der 1.Klasse immer am "Buchstabentag" Eltern in die Schule kamen, um z.B. Stationen zu betreuen.


Regelungen bei euch? Weshalb ist es verboten? Eigene Meinung dazu?

In manchen Dingen wären wir an unserer Schule aufgeschmissen ohne Elternmitarbeit. Schwimmen im ersten Schuljahr? Bis die ganzen Mädels ihre Haare trocken haben? Klassenausflug, als Begleitperson? Backen und sowas ist auch leichter möglich, wenn man jemanden findet, der hilft. Auch für die Verkehrserziehung (Realverkehr) sind Begleitpersonen nötig. Deshalb bin ich verwirrt, von Verboten zu lesen.

Hallo an die Gruppencommunity :) Oct. 8th, 2008 @ 10:54 pm
not_really_goth
möchte mich nur kurz vorstellen: ich bin Ex-Lehramtsstudentin; wie überhaupt die meisten wirklichen Pädagogentypen aus dem Studium geflohn, denn so wie wir es sahen liefs darauf hinaus, mit den Teens zu spielen -> was bekanntlich für Chaos im Klassenzimmer sorgt und Außenseiter macht, eben auch Lehrermobbing ist denn andre müssen den Lehrplan ja dafür einhalten und sind deswegen bei den Schülern unbeliebt. An unsere Stelle traten viel Studis die eigentlich Wissenschaftler werden wollten, Leute die mit 25 noch in kindlicher 10jährigenschrift artig mitschrieben egal was Hauptsache sie bekamen ihre Scheine. Ich engagiere mich ein bißchen bzgl. Schulmobbing, deswegen zu Euch gestoßen.

nette Grüße
J.

Voker Pispers: Lehrer (2007) Sep. 21st, 2008 @ 11:49 am
ninniach



Top of Page Powered by LiveJournal.com